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Krankheitsbild

Der Hallux valgus, auch unter den Bezeichnungen Schiefzehe oder
Frostballen bekannt, bezeichnet den Schiefstand der großen Zehe am Fuß.
Bei dieser Fehlstellung weicht die Großzehe vom Grundgelenk zum
Fußausrand hin ab, da die Sehnen nicht mehr zentral über das Gelenk,
sondern weiter lateral verlaufen.

Oft tritt ein Hallux Valgus in Verbindung mit einem Metatarsus primus
varus auf, einer Abspreizstellung des ersten Mittelfußknochen (Os
metatarsale) was dazu führen kann, dass der Großzehenballen am
Fußinnenrand deutlich hervortritt und schmerzhafte Entzündungen
entstehen können.

Durch den Druck der fehlgestellten Großzehe auf die kleinen Zehen kommt
es auch in vielen Fällen zu Hammer- und Krallenzehen-Fehlstellungen der
benachbarten Zehen.

Ursachen

Es können verschiedene Ursachen zu einer Fehlstellung der Zehen führen.
Zum einen kann die Stellung der Zehen genetisch veranlagt sein, zum
anderen gibt es noch zwei weitere Ursachen, die zu einem Hallux valgus
führen können.

  • Es liegt ein Spreizfuß vor:
    Bei einem Spreizfuß, sinkt das vordere Quergewölbe ein, der
    Ballenbereich verbreitert sich und somit verändert sich die
    Winkelstellung und es kommt zu einer Fehlstellung des großen Zehs.
  • Es wird falsches Schuhwerk genutzt:
    Laut Studien des deutschen Ärzteblatt nahmen die Fehlstellungen und
    Fußbeschwerden im Jugendalter über die letzten Jahren alarmierend zu und
    besonders bei Mädchen im Alter von 14 Jahren tritt eine deutliche
    Schiefstellung der Großzehe immer häufiger auf.

Ob interkulturelle Vergleiche oder medizinische Untersuchungen, alle
Studien belegen, dass die Hauptursache eines Hallux Valgus in den
meisten Fällen in dem jahrelangen Tragen von falscher Fußbekleidung
liegt und selbst das Tragen von zu engen oder zu kurzen Socken, die auch
die Zehnen aneinander drücken, ausreichend ist.

Besonders das weibliche Geschlecht ist von einer stärkeren Ausprägung
des Hallux valgus betroffen, da diese einerseits ein schwächeres
Bindegewebe als Männer haben, aber vor allem die Formen der heutigen
Damenschuhe, denn diese begünstigen stärker die Fehlentwicklung als
beispielsweise die üblichen Herrenschuhe.

Dabei sind drei Faktoren der Schuhe ausschlaggebend.

  1. Zum einen die Höhe der Absätze:
    Sollten diese nämlich mehr als drei bis vier Zentimeter betragen, drückt
    dies verstärkt auf den Vorderfuß und begünstigt damit die
    Spreizfußbildung und auch den Druck auf die Zehen über die Schuhspitze.
  2. Die Weite der Schuhspitzen selbst:
    Diese sind häufig zu eng und geben den Zehen nicht den nötigen
    Freiraum. Die Zehen werden so in eine schiefe Lage gedrückt, was sich zu
    einer bleibenden Fehlstellung entwickeln kann und von oben betrachtet
    sind die Vorfüße von nicht wenig Frauen dreieckig geformt.
  3. Zu kurze Schuhe:
    Ein weiterer negativer Faktor sind zu kurze Schuhe, da dadurch die Zehen
    nicht mehr in ihrer natürlichen Lage sind. Dies fördert nicht nur die
    Bildung eines Hallux Valgus, sondern es können sich weiterhin Hammer-
    und Krallenzehen entwickeln.

 

Vorbeugung

Wenn einem die Ursachen bekannt sind, sind die Strategien zur Vorbeugung
einer solchen Fehlstellung klar. Im Alltag sollten überwiegend flache
Schuhe mit einer breiten Schuhspitze und mit genug Freiraum für die
Zehen getragen werden. Zudem sollte abwechslungsreiches Schuhwerk
getragen werden, um zu vermeiden online casino, dass die Füße sich zu stark an die
Schuhe anpassen. Auf schöne, hohe Schuhe muss keinesfalls verzichtet
werden, doch es sollte darauf geachtet werden, dass diese nicht
regelmäßig und überwiegend ein Teil der Garderobe sind.

Im Sommer und in der Freizeit darf zur Vorbeugung auch gerne auf Schuhe
verzichtet werden, denn wer viel barfuß läuft, hat meist glatte Haut und
Füße mit geraden Zehen.

Zudem können auch Fußgymnastik, Fußbäder und Bürstenmassagen einer Schiefstellung vorbeugen.

Behandlung

Die konservativen Ansätze wie spezielles Schuhwerk, Barfußlaufen,
Wechsel der Schuhe und Fußgymnastik können leider nur im Anfangsstadium
der Fehlstellung helfen und einer weiteren Verformung entgegenwirken.

Bei einer deutlichen Fehlstellung, die oft auch noch sehr schmerzhaft
ist, kann nur eine Operation Abhilfe leisten. Insgesamt gibt es mehr als
hundert verschiedene Ansätze um die Fehlstellung der Füße zu beheben.
In der heutigen Chirurgie sind jedoch nur fünf bis sechs gängig und der
Chirurg entscheidet, welche aufgrund des Beschwerdebilds und der
Röntgenaufnahmen der Füße über den richtigen Eingriff.

Bei den meisten üblichen Operationsmethoden wird der erste
Mittelfußknochen durchtrennt, je nach Methode in verschiedener
Schnittführung. Danach verschiebt man den zehenwärts gelegene Anteil des
Mittelfußknochens in die Richtung des zweiten Mittelfußknochens und
staucht die beiden Teile des Mittelfußknochens ein oder fixiert sie mit
Drähten oder Schrauben. Der letzte Schritt besteht in einer
Geradestellung der Großzehe mit kräftigen Nähten. Auch die
Wiederherstellung nach der Operation ist langwierig und eine intensive
Belastung, beispielsweise durch sportliche Betätigung, ist erst nach
drei bis sechs Monaten wieder möglich.

Eine Hallux-Operation ist also eine komplexe Knochenoperation und kein
kleiner Eingriff, daher ist es ratsam das Thema ernst zu nehmen und sich
bereits bei einer beginnenden Fehlstellung mit konservativen Methoden,
wie alternatives Schuhwerk, verschiedene Therapieformen oder
Krankengymnastik auseinanderzusetzen.

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Hallux valgus ist der medizinische Fachausdruck für eine verformte – das heißt eine nach außen schief stehende – große Zehe. Ein ausgeprägter Hallux valgus verursacht bei jedem Schritt starke Schmerzen. Frauen sind davon um ein Vielfaches häufiger betroffen als Männer, da die Schuhmode für Damen oft der Fußgesundheit nicht gerade zuträglich ist. Das Tragen von hochhakigen, spitzen Pumps ist für die Füße ganz besonders belastend und kann zu einer oft schmerzhaften Schiefstellung der großen Zehe und zu einem ausgeprägten Ballen führen. In Regionen, in denen die Frauen viel barfuß laufen oder leichte Sandalen tragen, kommt der Hallux valgus so gut wie gar nicht vor. Es handelt sich also um eine westliche Zivilisationskrankheit.

Wodurch kommt es zum Hallux valgus?
Hallux valgus ist eine Zehendeformation. Die langsame Schiefstellung der großen Zehe entsteht durch einen Spreizfuß, der wiederum durch einen instabilen Halteapparat des Mittelfußknochens entsteht. Unter einem instabilen Halteapparat des Mittelfußknochens leiden zumeist Menschen mit einer Bindegewebs- und Bänderschwäche. Ein schwaches Bindegewebe ist oft erblich bedingt und betrifft vorwiegend Frauen. Hinzu kommt dann noch, dass viele Frauen regelmäßig enge, hochhakige und nach vorne hin spitz zulaufende Schuhe tragen. Dadurch werden die Zehen beim Laufen stetig zusammenpresst und die Füße verformen sich langsam. Hohe Absätze verstärken den Druck auf die Zehen nochmals erheblich und sind somit eine echte Belastungsprobe für die Füße.

Konservative Behandlung des Hallux valgus
Ist der Hallux valgus noch im Anfangsstadium, schlägt eventuell eine konservative Behandlung gut an. Das Tragen von Zehenstegsandalen kann beispielsweise helfen. Fußgymnastik hält die Zehen geschmeidig und stärkt die Haltemuskulatur der Fußgewölbe. Orthopädische Schuhe verhindern Schmerzen beim Gehen, da sie den Zehen Halt geben und den Fuß optimal stützen.

Hallux valgus Schienen sind ebenfalls eine gute Möglichkeit, den Schmerz beim Laufen zu lindern und die Zehen ganz langsam wieder in die richtige Stellung zu bringen. Es gibt viele verschiedene Ausführungen an Schienen auf dem Markt. Einige werden nur nachts getragen, andere hingegen auch tagsüber.

Operative Behandlung des Hallux valgus
Bei einem stark ausgeprägten Hallux valgus hilft meistens nur noch ein operativer Eingriff. In Deutschland werden ca. 10 verschiedene Operationsmethoden durchgeführt. Obwohl ein Hallux valgus durch die auffällige Verformung des Fußes leicht zu diagnostizieren ist, wird der Fuß vor der Operation zunächst geröntgt. Denn nur auf dem Röntgenbild, ist die genaue Fehlstellung der Knochen zu erkennen. Durch das Röntgen kann auch diagnostiziert werden, ob eine Gelenkschädigung vorliegt. Diese Informationen sind nötig, um das für den jeweiligen Patienten geeignetste Korrekturverfahren auswählen zu können. Die Wahl der richtigen Operationsmethode ist für den Langzeiterfolg essenziell. Alle Operationsverfahren haben gemeinsam, dass der erste Mittelfußknochen durchtrennt wird und in seine ursprüngliche Lage zurückgeschoben wird. Die Schnittführung ist allerdings bei den verschiedenen Operationstechniken sehr unterschiedlich.

Mit der Operation ist die Sache für den Patienten allerdings noch lange nicht erledigt, denn er wird noch weitere 3-6 Monate lang nicht in der Lage sein, seinen Fuß normal zu belasten. Langes Stehen oder Laufen und sportliche Aktivitäten sind in dieser Zeit nicht möglich. Direkt nach der Operation tragen die Patienten zunächst noch einen redressierenden Verband, der dann später durch eine Antivalgussocke und einen Vorfußentlastungsschuh ersetzt wird. Ein kompetenter Orthopädietechniker, der nach der Operation mit Rat und Tat zur Seite steht, trägt wesentlich zum nachhaltigen Erfolg bei. Im Normalfall wird bei der ersten Operation nur ein Fuß operiert. Der zweite Fuß folgt dann zu einem späteren Zeitpunkt.

Die Erfolgsaussichten einer Hallux valgus Operation sind, wenn die richtige Operationsmethode angewendet wird und eine gute Nachbehandlung in Kooperation mit einem kompetenten Orthopädietechniker folgt, gut. Allerdings gibt es auch nicht wenige Fälle, bei denen der Hallux valgus zurückkehrt. Dies ist teilweise in einer starken Veranlagung zum Hallux valgus begründet, aber auch die falsche Operationsmethode oder eine mangelhafte Nachbehandlung können einen erneuten Hallux valgus hervorrufen.

Erfahrungsbericht
In jungen Jahren habe ich fast täglich hohe Schuhe getragen und mir nichts weiter dabei gedacht. Ich wollte schick aussehen und habe mir wenig Sorgen um die Zukunft gemacht. Doch nach einigen Jahren begannen die Probleme. In viele Schuhe kam ich gar nicht mehr rein, da mein Ballen inzwischen viel zu weit hervorstand. Meine Zehen begannen, sich langsam immer weiter zu verformen und teilweise hatte ich beim Laufen in hohen Schuhen starke Schmerzen. Meine “Rettung” war schließlich ein eingewachsener Zehennagel, der eiterte und schmerzte, und mich schließlich zu einer sehr kompetenten medizinischen Fußpflegerin führte. Erst dort hörte ich zum ersten Mal vom Hallux valgus.

Ich hatte zuvor nie damit gerechnet, dass das Ganze wahrscheinlich auf eine Operation hinauslaufen würde, wenn ich noch weiterhin täglich hohe Schuhe tragen würde. Das wollte ich natürlich nicht riskieren! Von nun an trug ich überwiegend flache und bequeme Schuhe und lief so oft wie irgend möglich barfuß. Der Schock hatte gesessen!

Inzwischen sind weit über 10 Jahre vergangen und meinen Füßen geht es so weit gut. Die einzige Nachwirkung ist ein immer noch sehr stark herausstehender, hässlich aussehender Ballen. Ich bin sicher, dass meine Füße heute sehr viel schöner aussehen würden, wenn ich sie nicht in jungen Jahren regelmäßig in enge, hochhakige Pumps gequetscht hätte. Allerdings ist das Wichtigste, dass ich gerade noch rechtzeitig die Kurve bekommen habe und keine ernsthaften medizinischen Folgen aus meinen “Jugendsünden” entstanden sind.

Vorbeugung
Keine Frage, dass hohe Schuhe toll aussehen. Zum Abendkleid oder zu besonderen Anlässen ist dagegen ja auch nichts einzuwenden, jeden Tag sollte Frau sich allerdings besser nicht in hochhakige Pumps quetschen, wenn sie nicht riskieren will, dass sie früher oder später die Quittung dafür bekommt.

Der Sommer ist die ideale Jahreszeit, um den geschundenen Füßen etwas Erholung zu gönnen. Die meisten offenen Schuhe lassen den Zehen ausreichend Platz und Barfußlaufen ist Erholung pur für die Füße.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass gerade junge Frauen sich oft über die Spätfolgen falschen Schuhwerks keine Gedanken machen. Hier mangelt es oft einfach an der nötigen Aufklärung. Die meisten Teenager und jungen Frauen wissen gar nicht, was ein Hallux valgus überhaupt ist und welche Komplikationen durch das Tragen unbequemer Schuhe entstehen können. Aufklärung ist hier wohl oft die beste Vorbeugung.

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Mit Hallux valgus ist eine Fehlstellung der großen Zehe gemeint, die oft vererbt ist und sich durch falsches Schuhwerk mit zunehmendem Alter noch verstärkt.
Eine deutliche Fehlstellung der großen Zehe, bei der sich die große Zehe nach innen verschiebt und manchmal zusätzlich verdreht ist, zeigt sich oft erst in späteren Jahren. Dann treten meist auch starke Schmerzen auf und das normale, schmerzfreie Gehen wird wesentlich beeinträchtigt.

Auch bei mir ist es der Fall gewesen. Etwa im Alter ab 35 bemerkte ich, wie sich die große Zehe am rechten Fuß immer stärker nach innen verschob. Abgesehen von der Optik machte ich mir keine großen Gedanken um diese Fehlstellung, denn ich hatte zu der Zeit noch keine Beschwerden. Es gab nur eine Sache, die mich wirklich störte: Durch die Fehlstellung der Zehe verbreitete sich mein Fuß, denn der Ballen trat stärker heraus.
Infolgedessen konnte ich keine schmalen Schuhe und kaum noch höhere Schuhe tragen. Es hatte aber keine gravierende Bedeutung für mich, wenn aufgrund eines Bandscheibenvorfalls schon längere Zeit vorher war ich dazu übergegangen, flache und bequeme Schuhe zu tragen.

Nach einigen Jahren verstärkte sich die Fehlstellung jedoch – mir schien es quasi über Nacht. Plötzlich bekam ich heftige Schmerzen in den Knien, in der Hüfte und dem Fußgelenk. Auch die Zehen selbst taten weh. Ich hatte auch den Eindruck, dass der große Zeh nun krummer war als vorher.
Da die Schmerzen auch nach Wochen nicht besserten, suchte ich einen Orthopäden auf. Der warf nur einen kurzen Blick auf meine Füße und sagte dann klar und deutlich: operieren! Etwas irritiert meine Gegenfrage: Muss das wirklich sein? Nach Meinung des Orthopäden gab es keine Alternative. Der Arzt hatte einen sehr guten Ruf und ich kannte ihn schon einige Jahre. Von einer Fehleinschätzung ging ich niemals aus.
Also machte ich mich mit dem Gedanken vertraut, dass an einer Operation kein Weg vorbeiführen würde. Mein Arzt riet mir auch klar von Schienen und anderen äußerlichen Behandlungsmethoden ab, in die würden weder etwas an der Fehlstellung ändern noch langfristig das Problem beheben. Seiner Meinung nach seien sie nur rausgeworfenes Geld.
Von der Diagnose war ich natürlich nicht gerade erfreut und suchte mir im Internet verschiedene Informationen über den Hallux valgus zusammen. Erst nachdem eine Arbeitskollegin mir von ihrer schon lange zurückliegenden und gelungenen Operation berichtete, fasste ich Mut und erklärte mich zu einer Operation bereit.
Bei mir war die Fehlstellung noch nicht so extrem, dass die Zehen schon übereinander liegen. Wenn dies der Fall ist, können die Betroffenen oft kaum noch richtig laufen. Die Verschleißänderung an den Knochen und Zehengelenken würden unweigerlich zu stärkeren Schmerzen führen. Soweit wollte ich es nicht kommen lassen. Im darauffolgenden Jahr entschied ich mich zu dem Eingriff, da ich das Frühjahr abwarten wollte. Im Winter mit einem Gipsbein herumzulaufen, darauf war ich nicht erpicht.

Bei der Operation, die bei mir in einer orthopädischen Klinik durchgeführt wurde, wird die schräge Zehe begradig. Je nach Ausprägung des Hallux valgus gibt es unterschiedliche Operationsmethoden. Bei sehr leichten Fällen werden lediglich die Sehnen gekürzt, wodurch sich der Zeh automatisch in seine natürliche Stellung aufrichtet. Es ist ein relativ harmloser Eingriff, der heute sehr häufig vorgenommen wird.
Entscheidend für eine Operation war auch die Aussicht, bald wieder alle Arten von Schuhen tragen zu können. Die Verschleißänderung an den Knochen und Zehengelenken würden unweigerlich zu stärkeren Schmerzen führen. Der Gedanke, nicht mehr mit nur mit typischen Bequem-Schuhen durch die Welt zu laufen, stimmte mich positiv und steigerte meine Lebensfreude erheblich.
Bei meiner veränderten Fußstellung handelte es sich zwar auch um eine leichte Form des Hallux valgus, doch es reichte nicht aus, lediglich den Knochenvorsprung zu entfernen, sondern der Fußknochen muss gerade gestellt werden. Da die Knochenachse hierzu verändert wird, ist es notwendig, auch am Knochen Sägeschnitte vorzunehmen. Bald nach dem Eingriff konnte ich nach Hause und musste einen gipsartigen Verband tragen.
Insgesamt dauert die Heilung einiger Wochen, in denen man den Fuß nicht sehr stark belasten darf. Ungefähr sechs Wochen lang muss man einen speziellen Schuh tragen, mit dem das Laufen aber möglich ist.
Auch wenn dieser abnehmbare Kunststoff-Stiefel relativ viel Bewegungsfreiheit gibt, dauert die Heilung des Knochens gute 8 bis 10 Wochen. Danach kann man sein Fuß aber wieder voll gebrauchen und sich an modischen Schuhen erfreuen.

Im darauf folgenden Jahr ließ sich mehr in zweiten Fuß operieren. Auch dies gelang völlig problemlos.
Heute laufe ich wieder wunderbar in schicken Schuhen, trage aber trotzdem keine High Heels. Warum sollte man etwas heraufbeschwören, das einem so viel Kummer bereitet hat. Auch wenn sie gut gelungen ist, auf eine erneute Operation bin ich nicht besonders scharf.
Ich kann nur jeder Frau raten, selten hohe Absätze zu tragen, denn dies begünstigt solche Verformungen ungeheuer stark. Wer regelmäßig bequeme Schuhe trägt, beugt dem Hallux valgus vor und tut außerdem etwas für seinen Rücken. Auch mit Fußgymnastik, welche die Bänder kräftigt, kann man vorbeugen. Zu Schienen kann ich nicht viel sagen, da ich sie nicht ausprobiert habe, weil mein Arzt mir sofort davon abriet.

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Frauen neigen dazu, immer einem Modeideal entsprechen zu wollen. Gerade bei Schuhen scheint deshalb oft der Wunsch nach einem modischen Erscheinungsbild über der eigenen Gesundheit zu stehen. Egal, was die Mode gerade diktiert, es wird auch von genügend Frauen getragen. Deshalb ist in westlichen Ländern, die sehr stark modischen Schwankungen unterworfen sind, verstärkt Deformierungen an den Füßen festzustellen.

Da modische Schuhe häufig viel zu wenig Raum für die natürliche Fußform lassen, ist der Hallux valgus ein weitverbreitetes Problem. Diese “Schiefzehe” betrifft den großen Zeh und dabei tritt der Ballen der großen Zehe deutlich nach außen über den Fußrand. Die Haut ist dann an dieser Stelle einer massiven Reibung ausgesetzt, sodass nicht selten auch noch Entzündungen auftreten. Gerade Frauen sind sehr häufig davon betroffen, was teilweise am schwächeren Bindegewebe, aber größtenteils am Schuhwerk liegt.

Wenn diese Schädigung erst einmal vorhanden ist, hilft meist nur noch eine OP, um diesen Makel loszuwerden. Zwar werden auch Schienen angeboten, die das Problem korrigieren sollen, doch diese helfen meist nur im Anfangsstadium. Nicht zu verwechseln mit den Korrekturschienen sind die Schienen, die nach einer operativen Korrektur angelegt werden. Mittlerweile werden Schienen angeboten, die Tag und Nacht getragen werden können. Diese Schienen haben ein Gelenk auf Ballenhöhe und somit natürliche Beweglichkeit des Großzehengrundgelenks weitestgehend erhalten.
Allerdings wird von manchen Menschen das Tragen einer solchen Schiene als schmerzhaft empfunden. Viele Frauen schrecken vor der Operation zurück und verstecken lieber ihre nackten Füße. Aber beim Schwimmen, am Strand und anderen Freizeitaktivitäten ist dies nicht immer möglich.

Wer dieses Problem noch nicht hat, sollte dafür sorgen, dass dies auch so bleibt. Das Tragen hoher Schuhe sollte eine Ausnahme darstellen. Denn Schuhe, die mehr als eine gemäßigte Absatzhöhe haben, schieben den Fuß in eine unnatürliche Haltung. Die Zehen rutschen automatisch ganz in die Schuhspitze, wo sie nicht genügend Platz haben. Da die feinen Knochen und Knorpel sich leicht verformen, kommt es auf Dauer zu einem Hallux valgus oder auch den sogenannten Hammerzehen. Diese Zehen sind dann unnatürlich gekrümmt.
Auch zu enge oder zu kleine Schuhe begünstigen diese Problematik. Deshalb sollte jede Frau darauf achten, dass sie abwechslungsreiches Schuhwerk trägt. Der Wechsel zwischen hohen Schuhen und ganz flachen Absätzen hilft, Fehlstellungen zu vermeiden. Auch barfuß laufen ist sehr gesund für den Fuß. Wer dies nicht draußen kann, sollte in seiner Wohnung viel barfuß laufen. Manche Menschen halten dies für unhygienisch, aber Füße, die häufig der Luft ausgesetzt sind, haben meist eine sehr schöne Haut und entwickeln auch keinen Geruch. Denn über die Füße wird täglich ein Viertelliter Schweiß abgesondert. Es ist deutlich hygienischer, wenn dieser verdunsten kann und nicht von Socken und Schuhwerk aufgesaugt wird.
Socken engen den Fuß tatsächlich auch immer noch ein. Es nützt also nichts, wenn auf Socken durch die Wohnung gelaufen wird. Denn in jedem Strumpf sind die Zehen sehr nah aneinander und haben nicht den nötigen Freiraum.
Zusätzlich sollte den Füßen immer wieder einmal ein erfrischendes Fußbad gegönnt werden. Die elektrischen Fußbäder mit Massagefunktion sind für gestresste Füße besonders gut geeignet. Auch eine Fußmassage ist sehr angenehm und entspannend.

Hallux valgus entsteht über Jahre hinweg, das Beispiel von Christa zeigt dies sehr deutlich. Christa ist eine Frau in den Fünfzigern, die sich mit einer Körpergröße von 1,58 m immer für zu klein gehalten hat. Deshalb hat sie seit ihrer Jugend immer Schuhe mit Absätzen getragen. Egal, ob zum Einkaufen, spazieren gehen oder daheim, jeder Schuh hatte mindestens einen Absatz von fünf Zentimetern. Christa ist verheiratet, hat zwei Kinder und einen kleinen Dackel. Der Haushalt wird von ihr noch im alten Stil sehr ordentlich geführt. Sie ist Tag für Tag mindestens 12 bis 14 Stunden auf den Füßen. Einkäufe werden zu Fuß erledigt, der Hund täglich mindestens eine Stunde Gassi geführt und viele Hausarbeiten, wie Kochen, Putzen, Bügeln werden im Stehen erledigt. Christa trägt selbst bei diesen Arbeiten Hausschuhe mit Absatz. Lange Jahre geht dies gut und Christa sieht keinerlei Grund, dieses Verhalten zu ändern. Barfuß laufen kommt für sie kaum infrage. Obwohl die Füße zu diesem Zeitpunkt noch gut aussehen, will Christa selbst beim Baden nicht auf hochhackige Badeschuhe verzichten. Zum Wandern mit der Familie trägt sie zwar Wanderschuhe, aber selbst hierbei hat sie Schuhe gewählt, die einen höheren Absatz haben. Jahrzehntelang haben die Füße diese Tortur ausgehalten.

Doch mit zunehmendem Alter und aufgrund der Dauerbelastung entwickelten sich an beiden Füßen Schiefzehen. Christa begann, ihre Füße einfach zu verstecken. Da es anfangs eher ein optisches Problem ist, konnte sie dieses Manko auch vor sich selbst verstecken. Schmerzen traten erst viel später auf. Plötzlich passten viele Schuhe nicht mehr oder rieben schmerzhaft die Haut an den vorgewölbten Zehenballen auf. Durch besonders weiches Leder drückte sich sogar die Form der deformierten Zehen ab. Christa war etwas uneitler geworden und trug nun Schuhe mit Fußbett und Komfortweite. Leider passten auch da nur bestimmte Modelle. Zu Kleidern fand sie gar keine Schuhe mehr, die ohne Schmerzen zu tragen waren. Sie wurde daraufhin regelrecht depressiv, dass sie nicht mehr tragen konnte, was sie wollte. Bis sie endlich mit ihrer Hausärztin über das Problem sprach, vergingen einige Jahre. Nun war eine Operation die einzige Möglichkeit, wieder schmerzfrei gehen zu können. Der hinzugezogene Orthopäde stellte die schwere Form des Hallux valgus fest. Diese Operation ist die komplizierteste Variante und die Heilung kann je nach Operationsverfahren bis zu 12 Wochen dauern. Bei Christa wurde sich für die Variante entschieden, bei der der Mittelfußknochen durchtrennt wurde. Eine Titanplatte hielt den Knochen während des Heilungsprozesses in Form. Der Vorteil dieser Operation lag für Christa darin, dass der Fuß in einem Spezialschuh direkt wieder belastet werden konnte. Die Titanplatte wird nur entfernt, wenn es wirklich nötig ist. Christa hat die OP gut überstanden und die Titanplatte ist auch ein Jahr später noch an ihrem Platz. Sie trägt nun wieder die Schuhe, die ihr Freude machen, allerdings achtet sie mittlerweile darauf, ihren Füßen die nötigen Pausen zu geben. Viele Hersteller bequemer Schuhmode achten nämlich auch auf ein modisches Schuhwerk, welches gerade in der Freizeit ideal getragen werden kann. Denn Christa möchte sich nie wieder operieren lassen müssen.

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Das Bild zeigt eine Deformation des Großzehengrundgelenks

Unter Hallux valgus (Schiefzehe) versteht man eine krankhafte Veränderung im Großzehengrundgelenk. Die lange Strecksehne der Großzehe verläuft statt direkt über das Zehengelenk seitlich daran vorbei. Dadurch geraten die Zehen in eine dauerhafte Schiefhaltung. Die Großzehe ist im Grundgelenk seitlich nach außen abgewinkelt und gleichzeitig nach innen gedreht. Diese häufigste aller Zehendeformationen tritt fast immer zusammen mit einem Spreizfuß auf und bereitet zunächst wenig Beschwerden. Wenn sich jedoch mit zunehmendem Alter die Fußfehlstellung verstärkt, verschlimmert sich auch der Hallux valgus.

Frauen sind von diesem Krankheitsbild etwa neun mal häufiger betroffen als Männer, was daran liegen mag, dass als Hauptverursacher das Tragen von falschem Schuhwerk gilt.
Zwar kann ein Hallux valgus auch erblich bedingt oder durch entzündliche Gelenkveränderungen und schlecht verheilte Knochenbrüche entstehen. Aber viel häufiger ist die Ursache tatsächlich im jahrelangen Tragen von Schuhen zu suchen, die durch ihre Form und Absatzhöhe die natürliche Anatomie des Fußes dauerhaft verändern. Die anatomisch richtige leicht gespreizte Zehenform wird im Laufe der Jahre bereits durch dauerndes Strümpfe tragen pathologisch verändert.

Hinzu kommt, dass bei Frauen oftmals eine Schwäche von Bändern und Bindegewebe vorkommt, wodurch eine Verformung des Fußgewölbes begünstigt wird. Schuhabsätze von über 4 Zentimetern Höhe führen zu einem starken Druck im Vorderfuß und die Zehen werden in der Schuhspitze eingeklemmt. Beides kann zur Entstehung von Spreizfüssen beitragen. Zu enge Schuhspitzen nehmen den Zehen den nötigen Bewegungsspielraum zur Seite und nach oben. So verharren sie in einer Fehlhaltung, die auf Dauer zu bleibenden Fehlstellungen führt. Auch zu kurze Schuhe bringen die Zehen aus der anatomisch richtigen Position. Folge davon können neben Hallux valgus auch die Entstehung von Krallen- und Hammerzehen sein.

Im Extremfall kann die Grundstellung der Großzehe um bis zu 90 Grad abweichen und es kann zu einer Überlagerung der zweiten und dritten Zehe durch die Großzehe kommen.
In solchen Fällen sind die Betroffenen nicht nur in der Wahl der Schuhe stark eingeschränkt, auch ein schmerzloses Laufen über längere Strecken ist kaum mehr möglich.
Als Folge können neben Gelenkverschleiß, Schwellungen und äußerlichen Entzündungen der Haut auch Schleimbeutelentzündungen im Fuß und chronische Schmerzzustände auftreten. Besonders alarmierend ist die rasche Zunahme von derartigen Fehlstellungen bereits bei Jugendlichen. Eine deutliche Schiefstellung der großen Zehen konnte schon bei vierzehnjährigen Mädchen nachgewiesen werden.

In Kulturregionen und Ländern, in denen die Bewohner gar keine Schuhe oder hauptsächlich Sandalen tragen, tritt der Hallux valgus nur selten auf. Deshalb wird als Vorbeugung empfohlen, so oft wie möglich barfuss zu laufen. Zu bevorzugen sind Schuhe mit niedrigen Absätzen und weichem Obermaterial, die über den Ballen nachgeben.
Auch Länge und Form des Schuhs sind wichtig, darum sollte man modisch spitz zulaufende Schuhe vermeiden. Die Zehen dürfen nicht vorne anstoßen und brauchen genügend Bewegungsfreiheit. Hochhackige Schuhe sollten nur ausnahmsweise und für kurze Zeit getragen werden. Ständig flache Schuhe zu tragen ist auch nicht empfehlenswert, das kann zu einer Überlastung der Achillessehne führen. Besser ist der Wechsel zwischen flachen Schuhen und solchen mit einem bis zu 4 Zentimeter hohen Keilabsatz.
Auch für Socken und Strümpfe gilt, dass die Zehen ausreichend Freiraum haben müssen.

Spezielle Fußgymnastik ist ebenfalls eine gute Vorbeugungsmaßnahme, wenn sie regelmäßig durchgeführt wird. Dabei soll durch langsames bewusstes Abrollen in den Zehenstand, Greifübungen mit den Zehen (z.B. Taschentuch aufheben) und Abspreizen der Großzehen die Beweglichkeit aller Zehen gefördert und die gesamte Stützmuskulatur des Fußgewölbes gekräftigt werden. Fußbäder, Bürsten- und Knetmassagen lockern die Bänder, Sehnen und Muskeln und regen die Durchblutung des Gewebes an.

Bei gesunden Füßen sind Einlagen und Fußbett unnötig. Sinnvoller ist es, die Fußmuskulatur zu erhalten und zu trainieren, damit sie den Alltagsanforderungen selbstständig gewachsen ist. Liegt dagegen ein Spreizfuß vor, können Einlagen den Vorfuß unterstützen. Spezielle Hallux valgus Schienen werden nachts getragen und halten die Großzehe in ihrer anatomisch korrekten Position.

All diese Maßnahmen sind nur vorbeugend oder bei Vorhandensein eines Hallux valgus im Anfangsstadium hilfreich. Ist die Zehenfehlstellung bereits stark ausgeprägt, kann damit zwar oftmals eine Verschlimmerung des Zustandes verhindert werden. Eine Rückbildung des Hallux valgus nur durch konservative Behandlung ist jedoch nicht möglich.
Hier ist eine Operation meist unumgänglich. Diese Entscheidung sollte man jedoch gründlich abwägen und erst nach genauer Rücksprache mit dem Arzt treffen. Oftmals bereitet der Hallux valgus nämlich keine oder nur sehr geringe Beschwerden, sodass die Symptome ausschließlich kosmetischer und ästhetischer Natur sind.

Zu Schmerzen kommt es meist an der Basis der großen Zehe. An dieser Stelle ist der Fuß am breitesten, der Schuh drückt am stärksten und hier presst sich der Kopf des Mittelfußknochens von innen gegen die Haut und verursacht eine ständige Haut- und Schleimbeutelreizung. In diesem Stadium liegt oft auch noch ein schmerzhafter Verschleiß im Zehengrundgelenk (Arthrose) vor. Für ein klares Gesamtbild sollte deshalb vor jedem operativen Eingriff eine genaue und umfassende Untersuchung aller eventuell vorhandenen Fußkrankheiten liegen. Eine unvollständige oder nur teilweise durchgeführte Korrektur erbringt oft schlechtere Ergebnisse und kann langfristig den Fuß sogar schädigen.

Es gibt rund 150 Arten der operativen Korrektur, von denen 10 im deutschsprachigen Raum üblich sind. Fast immer wird zunächst der erste Mittelfußknochen durchtrennt und der zehenwärts befindliche Anteil in die anatomisch richtige Position zum zweiten Mittelfußknochen hin verschoben. Beide Teile werden eingestaucht, bzw. mittels Verschraubung oder Verdrahtung fixiert. Die Großzehe wird mit kräftigen Nähten wieder gerade gerichtet. Beim Vorliegen einer beginnenden Arthrose kann das Grundgelenk „ausgeputzt“ werden, um die Beweglichkeit wiederherzustellen. Ist das Gelenk bereits stark in Mitleidenschaft gezogen, wird der beschädigte Anteil entfernt und das Gelenk versteift. In seltenen Fällen kommt auch ein künstliches Gelenk zum Einsatz. Nach dem Eingriff muss der operierte Fuß hochgelagert und gekühlt werden. Außerdem sind entzündungshemmende und schmerzstillende Mittel sowie eine Thromboseprophylaxe nötig. Für die ersten drei Monate nach der Operation sollte nachts eine Schiene getragen werden. Wurde die richtige Operationsmethode gewählt, ist die Langzeitprognose bei Hallux valgus gut, wenn es auch zu einer längeren Arbeits- und Sportunfähigkeit kommt. Bei notwendigen Knochenkorrekturen können bis zur vollständigen Genesung und Belastbarkeit durchaus drei bis sechs Monate vergehen. Ein Viertel aller Knochen des menschlichen Körpers befinden sich in den Füßen, sie sind extrem leistungs- und anpassungsfähig. Schon ein mehrmals täglich durchgeführter Schuhwechsel kann dazu beitragen, schmerzhafte Fehlstellungen und krankhafte Veränderungen zu verhüten.

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Treten im Grundgelenk des Großzehs alters- oder lebensbedingte Abnutzungserscheinungen auf, spricht man vom Hallux rigidus. Aufgrund der Lage am Fuß und der damit verbundenen permanenten Nutzung des Gelenks ist diese Arthrose sehr schmerzhaft und führt häufig zu massiven Bewegungseinschränkungen. Nicht selten führt ein unbehandelter Hallux rigidus zu einer Versteifung des Großzehengelenks. Dabei handelt es sich bei dem Hallux rigidus nicht um einer Erkrankung, die nur alte Menschen betrifft. Die Abnutzung des Gelenks kann bereits in jungen Jahren derart fortgeschritten sein, dass auch Jugendliche erste Erkrankungsmerkmale aufweisen.

Oft wird die Arthrose im Großzehgelenk nicht frühzeitig erkannt und bis die äußeren Merkmale dieser Erkrankung sichtbar werden, können einige Jahre vergehen. Wenn sie dann sichtbar werden, gelten sie meist nur als kosmetisches Problem. Erst das Auftreten von Schmerzen beim Gehen weist deutlich auf eine Erkrankung hin. Zunächst gibt es beim beginnenden Hallux rigidus nur eine leichte Bewegungseinschränkung bei der Streckfähigkeit des Zehengelenks. Die Beugefähigkeit des Zehs bleibt erstmal erhalten, während das Abrollen und die damit verbundenen Streckung des Zehs in Richtung Fußrücken Schmerzen verursacht. Im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung nimmt die Streckfähigkeit immer mehr ab und es kommt im schlimmsten Fall zu einer Versteifung des Großzehengelenks in einer Beugestellung.

Die Schmerzen bei Abrollen des Fußes führen meist zu einem vollständig veränderten Gangbild der Betroffenen. Eine verkürzte Schrittlänge und eine veränderte Haltung des Körpers beim Gehen können zu weitere Beschwerden führen. Das Abrollen über die Aussenkante des Fußes oder ein Hinken sind häufig Folgen eines fortschreitenden Hallux rigidus. Starke Beanspruchungen, wie Treppensteigen oder Bergaufgehen, werden häufig vermieden oder als sehr schmerzhaft empfunden. Und selbst ein stabiler Stand auf den Zehen kann nicht mehr ohne Beeinträchtigungen durchgeführt werden.

Optische Merkmale für eine Erkrankung des Großzehengelenks sind eine zunehmende Verdickung in diesem Bereich. Diese Verdickung entsteht, wenn die betroffenen Schleimbeutel immer wieder gereizt werden und sich zum Schutz des darunterliegenden Knochens verdicken. Ein Teufelskreis aus gereizten und entzündeten Schleimbeuteln und einem zunehmenden Druck beim Laufen entsteht. Auf Röntgenbildern sind dann auch häufig Spornbildungen an den Gelenkkörpern zu erkennen. Die dornenartigen Fortsätze am Großzehengelenk führen ebenfalls zu einer gesteigerten Druckempfindlichkeit der Zehe. Neben Entzündungen der Schleimbeutel können auch die Sehnen im Bereich des Großzehengelenks betroffen sein. Durch den zunehmenden Knorpelverschleiß im Gelenk verengt sich der Spalt zwischen den Knochenenden und die ungedämpften Reibungen werden schmerzhaft spürbar.

Die Erkrankung an Hallux rigidus kann viele Ursachen haben. Verletzungen in diesem Bereich können zu Arthrose und damit verbundenen Knorpelschäden führen. Aber auch eine veranlagungsbedingt schlechte Knorpelsubstanz kann eine Arthose im Großzehengelenk begünstigen. Auch die Deformierung durch unpassendes Schuhwerk, auch Hallux valgus genannt, wird mit dem Hallux rigidus in Verbindung gebracht. Beim Hallux valgus kommt es zu einer Veränderung der Stellung des Großzehengelenks. Das Gelenk weich nach außen, während es zu einer Drehung der Zehe nach innen kommt. Dieser Vorgang wird auch Innenrotation genannt. In schlimmen Fällen kann die Rotation derart ausgeprägt sein, dass sich die Großzehe über die zweite und dritte Zehe legt. Dabei kommt es durch die zunehmende Belastung der betroffenen Sehnen zu einem Spreizfuß. Die daraus resultierende Fehlstellung der Zehe mit ihrer verstärkten Belastung der Gelenkstrukturen kann letztendlich zu einem Hallux rigidus führen.

Gründe für die Zehenfehlstellung sind unter anderem eine genetischen Veranlagung. Sind Bindegewebe und Bänder anlagebedingt generell in einem schwachen Zustand können schnell Fehlstellungen wie der Spreizfuß entstehen. Dabei flacht das Fußgewölbe ab und es kommt zu einer vermehrten Belastung im mittleren Bereich der Fußknochen. Auch eine unzureichende Muskulatur im Bereich der Füße kann eine Fehlstellung begünstigen. Heutzutage ist das Tragen von bequemen Schuhen eine Selbstverständlichkeit. Dabei werden die Muskeln der Füße jedoch unterfordert und bleiben untrainiert. Barfußlaufen ist ein einfaches und wirkungsvolles Training für eine gesunde und gut entwickelte Fußmuskulatur. Doch auch zu enges Schuhwerk kann zu einem Hallux valgus führen. Werden durch zu hohe Absätze die Zehen permanent in Richtung Fußrücken überstreckt, kommt es zu Abnutzungserscheinungen in den betroffenen Gelenken. Auch ein zu enger Bereich im vorderen Teil der Schuhe erzeugt einen erhöhten Druck auf diese Gelenke. Dabei werden Sehnen und Schleimbeutel durch die mechanischen Belastungen gereizt und es kann zu Entzündungsprozessen kommen. Werden diese Entzündungen chronisch, sind Dauerschmerzen in dem betroffenen Großzehengelenk die Folge.

Neben den Beschwerden im Gelenk kann es an den betroffenen Hautpartien auch zu schmerzhaften Druckstellen, Schwielen oder Hühneraugen kommen. Die Bedeutung vom gutem und nicht von der Mode diktiertem Schuhwerk zeigt die Tatsache, dass in Ländern in den Frauen keine oder wenn dann offene Schuhe tragen, kaum Erkrankungen an den Füßen vorkommen. Fehlstellungen der Zehen und daraus bedingte Schäden, wie der Hallux valgus oder Hallux rigidus, gibt es in dieses Kulturen sehr selten.

Je nach Schweregrad der Veränderungen in dem Großzehgelenk muss gegebenenfalls operativ eingegriffen werden, um die Funktion der Großzehe zu erhalten. Dabei hat eine schmerzfreie Bewegungsfähigkeit oberste Priorität für die behandelnden Ärzte. Über Laufbandanalysen und eine Fußdruckmessung kann das Gangbild sichtbar gemacht werden. Auf diese Art kann die Fehlstellung mit ihren Auswirkungen durch einen Arzt genau beurteilt werden. Für den Einsatz von schmerzlindernden, orthopädischen Einlagen sind diese Analysen ebenfalls zu empfehlen. In dieser konservativen Therapie liegt der Schwerpunkt in der Verlangsamung der Ausmaße der Fehlstellung. Die Veränderungen im Schuhwerk, sowie eine muskuläre Stärkung der Füße sind nur einige Maßnahmen dieser Therapieform. Aber auch druckentlastende Polster oder Einlagen können die Beschwerden der Zehenfehlstellung lindern. Schienen, die über Nacht angezogen werden, sollen eine weitere Innenrotation der Großzehe verhindern.

Sind die Abnutzungen im Knorpel allerdings schon zu groß oder wird ein Hallux rigidus nicht behandelt, kommt es zu einer langsam fortschreitenden Versteifung des Großzehengelenks. In diesem Stadium muss der natürliche Abrollvorgang im Gangbild des Menschen durch spezielles Schuhwerk übernommen werden. Dabei werden die Schuhsohlen so bearbeitet, dass im vorderen Bereich der gesamte Fuß und nicht nur der Großzeh die Abrollbewegung übernimmt. In der operativen Therapie werden in einem Eingriff die Folgen der Großzehenveränderung beseitigt. Je nach Grad der Fehlstellung des Großzehs werden die natürlichen Verhältnisse wieder hergestellt und Spornbildungen und Arthrose entfernt. Auch die Straffung von Muskeln kann hierbei in Erwägung gezogen werden. Nur durch diese vielfältigen Maßnahmen können die schmerzhafte Bewegungseinschränkung behoben und damit verbundenen Folgeerkrankungen vermieden werden.

Vielen Dank an profi@work für diesen Artikel.

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Da sehen wir mitleidsvoll in die Geschichtsbücher und finden es unglaublich schlimm, dass asiatischen Frauen die Füße verkrüppelt wurden. Im Kleinkindalter wurden sie gebrochen und von da an stramm eingebunden, damit sie nicht wachsen konnten. Eine Frau mit Lotusfüßen galt als attraktives Statussymbol, die Formgebung der Mädchenfüße war damals eine Zukunfts-Investition, denn die kurzen Schritte und die Unfähigkeit, weite Wege zu gehen, versprachen eine lukrative Heirat. Erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts regte sich Widerstand gegen diese Praxis. Man meint, mit dem offiziellen Verbot wäre diese Qual weltweit ausgestorben. Doch ist sie, in abgeschwächter Form fast weltweite Mode.

Schuhe mit hohen Absätzen und spitz zulaufendem Zehbereich sind überall in der westlichen Welt Zeichen von weiblicher Attraktivität. Die zierlichen Schritte und der katzenähnliche Gang mit der muskulären Betonung auf die Po-Region entsprechen dem Ideal, das schon beim Spiel mit der Barbiepuppe in die kleinen Mädchen aufgesogen wurde. Noch vor wenigen Jahrzehnten waren Schuhe für Mädchen üblicherweise mit Absätzen ausgestattet. Je größer die Schuhgröße, desto höher der Absatz. Heute findet man kaum noch Kinderschuhe, die das junge Skelett durch anhebende Absätze verformen. Ein schlanker Fuß gilt jedoch immer noch als lieblich. Die Zehen werden in schmalen Schuhen zusammengezwungen und verkrüppeln zu beispielsweise Hammerzehen.

Frauen, die es gelernt haben, auf High Heels zu laufen, haben die Blicke der Herren sicher, und den Hallux valgus oder sogenannten Frostballen. Dies ist eine schmerzhafte Verformung des Mittelfußknochens, der in Verbindung online casino mit der großen Zehe steht. Ein Notprogramm der Natur, denn die unnatürliche Haltung in engen Schuhen mit erhöhtem Absatz bietet dem zu tragenden Gewicht nicht mehr genug Standfläche. Durch die Ballenformung wird die künstlich verkleinerte Standfläche erweitert. Dies hat zur Folge, dass zierlich geschnittene Schuhmodelle beim Einkauf immer häufiger stehen gelassen oder geändert werden müssen, denn der Ballen passt nicht hinein. Doch viel schlimmer sind die häufig auftretenden Entzündungen, mit denen der Körper signalisiert, dass hier etwas gar nicht in Ordnung ist.

Nicht wenige Frauen sehen, nach jahrzehntelangem Leiden, keinen anderen Ausweg, als sich den Mittelfußknochen mehrfach brechen zu lassen, um eine halbwegs natürliche Stellung zurück zu erlangen.
Schuhwerk mit genügend Raum für alle Zehen und ohne Absätze tragen zu können, muss sich neu erarbeitet werden. Je schneller und konsequenter man von High Heels auf beispielsweise Flip Flops umsteigt, desto intensiver sind die Schmerzen und Verschiebungen der Wirbelsäule. Ein sanftes Absenken der Absatzhöhe, häufiges Barfußlaufen und Massieren und Weichkneten der Füße, wann immer sich die Gelegenheit bietet, sind Möglichkeiten, dieser gemachten Entwicklung entgegen zu arbeiten. Was langsam antrainiert wurde, muss auch langsam wieder abtrainiert werden.

Der Fuß in seiner gottgegebenen Form ist die ideale Standform für unsere Körper. Das ist uraltes Wissen und wird zum Glück nicht nur wiederentdeckt, sondern inzwischen auch immer populärer und damit auch gesellschaftsfähig. Für den gut trainierten (oder idealerweise schon von Kindesbeinen natürlich belassenen) Barfußläufer gibt es neuerdings sogar Barfußschuhe. Sie geben jedem Zeh seinen Raum und verzichten auf jedwede naturentfremdende Unterfütterung der Sohle. Mit dieser „künstlichen Hornhaut“ kann man auch im Asphaltdschungel „barfuß“ laufen. Alle Füße der Welt wünschen sich so eine begeh(r)enswerte Mode.

Diesen Beitrag hat dieLinda geschrieben.

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Pumps – Inbegriff der Weiblichkeit – zählen zu den elegantesten Schuhen. Auffälligstes Merkmal: der Absatz. Seine Höhe unterliegt der jeweilig vorherrschenden Mode. Früher bevorzugt von Damen zur eleganten Garderobe getragen, sind sie heutzutage durchaus mit Jeans kombinierbar. Galten sie in den 50-er Jahren als Ausdruck für Emanzipation der Frau, die plötzlich sexuell attraktiv, verrucht und selbstbewusst daherstöckelte, etablierten sie sich in den 60-ern als Businesskleidung. Gegenwärtig setzen sich sogar junge Mädchen mit hochhackigen Schuhen in Szene: Hohe Absätze sehen sexy aus, lassen die Beine schlanker erscheinen und sorgen – je nach Fähigkeit – für einen sinnlichen Gang. High Heels, Stilettos, Peeptoes oder Stöckelschuhe sind ein Hingucker: für Frauen und Männer gleichermaßen. Dabei ist der Pumps bereits seit dem 17. Jahrhundert bekannt. Allerdings war er zunächst nur dem zu kurz geratenen König Ludwig XIV von Frankreich vorbehalten, bevor er im Verlauf der französischen Revolution im 18. Jahrhunderts auch der weiblichen Aristokratie erlaubt war. Womit sich viele Höflinge ihr eigenes Grab schaufelten: Schuhe mit Absatz standen für Adel, Reichtum und Ausbeutung des Bürgers. Heutzutage ist die Straße mit ihren Fugen und Löchern Feind dieses Schuhwerkes. Und der Fuß selbst. Der Fuß mit der Zehendeformation Hallux valgus. Der Fuß mit Hallux rigidus, der Arthrose des Grundgelenkes der Großzehe. Ein hoher Preis für hohe Absätze.

Was ist Hallux valgus
Hallux valgus steht für die Schiefzehe, im Volksmund „Frostballen“ genannt. Sie zählt zu den häufigsten Großzehen-Fehlstellungen. Die erfolgt im Grundgelenk zum Fußaußenrand hin bei gleichzeitiger Drehung der Zehe nach innen. Zumeist trägt eine Abweichung des ersten Mittelfußknochens die Schuld daran. Zudem verlaufen die Sehnen nicht mehr zentral über das Gelenk zu den Zehen, wodurch sie diese in Schiefstellung ziehen. Häufig verbunden damit ist die Hervorstellung des Großzehenballens am Fußinnenrand, einhergehend mit oftmals schmerzhaften Entzündungen. Da die Großzehe auf die kleinen Zehen drückt, erfahren diese ebenfalls häufig Veränderungen. Hier spricht man von Hammer- und Krallenzehen-Fehlstellungen.

Ursachen
Erbliche Veranlagungen oder Spreizfuß sind weniger häufig Ursache für den Hallux valgus. Vielmehr haben Studien, die interkulturelle Vergleiche anstellten, ungeeignetes Schuhwerk als Wurzel allen Übels ausgemacht. Insbesondere Pumps nach westlicher Machart folgen keineswegs der Form der Fußsohle, sondern fördern zu enges Beieinanderliegen der Zehen. Maßgeblich ist der Absatz: je höher, desto größer der Druck im Vorfußbereich. Dadurch spreizt er, die Zehen werden in die Schuhspitze gepresst. Ist diese zu eng für Bewegungsraum der Zehen, werden diese in eine Fehlstellung gezwungen. Auch zu enge Schuhe sind einer Fehlbildung dienlich: Die Zehen werden aus ihrer angestammten Lage gedrängt, dauerhaft deformiert. Schreitet diese Schiefstellung voran, werden allmählich auch die anderen Zehen in Mitleidenschaft gezogen. Davon ausgenommen sind auch nicht junge Mädchen: Einer Veröffentlichung des deutschen Ärzteblattes von Februar 2005 zufolge förderten Reihenuntersuchungen an deutschen Schulen eine alarmierende Anzahl von Fehlformen zutage.

Was ist Hallux rigidus
Der Hallux valgus ist im weitesten Sinne der Wegbereiter für den Hallux rigidus, die Arthrose des Grundgelenkes der Großzehe. Diese abnutzungsbedingte Erkrankung führt zu schmerzhafter Bewegungseinschränkung und häufig zu Verdickung, rosendornartiger Spornbildung und Rötung des Großzehengrundgelenkes bis hin zu seiner Versteifung. Das schmerzhafte Abrollen ist zunehmend eingeschränkt, ebenso Gehbelastbarkeit und Beugefähigkeit der Großzehe. Dadurch ändert sich allmählich das Gangbild, das einem „Schonhinken“ gleicht. Treppensteigen und Bergaufgehen werden zur Qual.

Ursachen
Stoffwechselstörungen wie Gicht, ein angeborener schlechter Knorpel, Verletzungen, die zu Knorpelschäden führten, und der bereits erwähnte Hallux valgus werden für den Hallux rigidus als dessen Spätfolge verantwortlich gemacht. Diese Arthrose des Großzehengrundgelenks braucht indes viele Jahre, bis sie zu eingeschränkter Lebensqualität führt.

Vorbeugung
Problem erkannt, Problem gebannt: Weiß man um Ursachen wie Schuhe mit hohen Absätzen, sollte man Vorsicht walten lassen und öfter das Schuhwerk wechseln. Da Füße extrem anpassungsfähig sind, werden sie sich spontan auf unterschiedliche Schuhe einstellen. Ebenso auf Barfußlaufen: Die Füße werden es mit geraden Zehen und auch Mangel an Hühneraugen oder Hornhaut entlohnen. Und ebenso dankbar sein für Fußgymnastik, Bürstenmassagen, Fußbäder. Alltagsschuhe sollten deutlich niedrigere Absätze haben und Spielraum für die Zehen bieten. So können Schuhe mit hohen Absätzen – lediglich zu besonderen Anlässen getragen – den Füßen keinen Schaden zufügen.

Behandlung
Man unterscheidet zwischen konservativer Behandlung, die vom Orthopäden oder Hausarzt und in Eigeninitiative durchgeführt werden kann, und operativer, die ambulant oder stationär erfolgt. Zu ersterer zählen zu Hause praktizierte Zehengymnastik, regelmäßige Abspreizübungen der Großzehe – und das Barfußlaufen. Hinzu kommen geeignetes Schuhwerk wie maßgefertigtes orthopädisches oder den Mittelfußknochen stützende Einlagen für Konfektionsschuhe. Bei ausgeprägter Arthrose im Großzehengrundgelenk eignen sich Ballenrollen: Sie übernehmen das Abrollen des Fußes. Auch druckentlastende Schaumstoffpolster können Beschwerden, sofern sie sich noch im Anfangsstadium befinden, lindern helfen. Desgleichen die Hallux-valgus-Nachtschiene – ein Schaumstoff online casino, der zwischen erste und zweite Zehe gelegt wird und das Fortschreiten der Fehlstellung eindämmt. Letzter Ausweg: die Operation. Mehr als 200 verschiedene Verfahren gibt es. Zu den häufigst angewandten zählt die Exostosenabmeißelung mit medialer Kapselraffung, bei der der Knochenwulst abgetragen wird. Sie eignet sich allerdings nur bei sehr geringer Ausprägung des Hallux valgus. Für schwerwiegendere ist die ambulant wie stationär durchführbare Operation nach Chevron oder Austin besser geeignet: Zusätzlich zur Knochenwulst-Abtragung wird eine Sehnenverlagerung vorgenommen, um die Funktionsfähigkeit des Vorfußes wieder herzustellen. Bei älteren Betroffenen mit stark ausgeprägter Großzehenfehlstellung sowie fortgeschrittener Zehengrundgelenks-Arthrose findet die OP nach Keller-Brandes Anwendung: Zusätzlich zur Abtragung des Grundgelenkes der Großzehe auf fast die Hälfte wird der Knochenvorsprung an der Innenseite des Mittelfußknochens abgemeißelt. Eine effektive, aber auch kosmetisch unliebsame Maßnahme aufgrund der Zehenverkürzung. Die Kosten übrigens werden bei medizinischer Indikation von den Krankenkassen übernommen.